Die Historische Villa Metzler

Ein Kleinod des Klassizismus

In der Historischen Villa Metzler, nahe dem Eisernen Steg in Frankfurt am Main, können Sie Kunst, Musik, Literatur und Wissenschaft in einem klassizistischen Bürgerhaus erleben oder selbst Veranstaltungen ausrichten, denn der "Kunstgewerbeverein in Frankfurt am Main e.V." hat es sich mit seiner Tochtergesellschaft, der "Historischen Villa Metzler gGmbH", zur Aufgabe gemacht, diese Villa am Schaumainkai, die Teil des Museums Angewandte Kunst ist, den Bürgern der Stadt und des Umlandes zugänglich zu machen.

Im Volksmund bekannt als „Villa Metzler“, ist dieses Haus eines der wenigen überlieferten Zeugnisse klassizistischer Architektur in Frankfurt. Errichtet wurde es zwischen 1802 und 1804 von dem Apotheker Johann Peter Salzwedel.

Heute ist die Villa Teil des einzigartigen Frankfurter Museumsufers. Ihre Formen spiegeln sich in dem Museumsbau, in den der Architekt Richard Meier sie liebevoll und großzügig eingebettet hat. Richard Meier nahm 1985 Grundriss und Aufriss der Villa zum Maßstab für seinen ersten Bau in Europa, das Museum Angewandte Kunst (früher Museum für Kunsthandwerk).

Schon im Jahr 1967 war die Villa zur neuen Heimat des Museums für Kunsthandwerk geworden, das vor dem Krieg in der Neuen Mainzer Straße angesiedelt war.

Das Innere der Historischen Villa Metzler des Museums Angewandte Kunst wurde im Jahr 2008 grundlegend saniert und museal neu gestaltet. Sie bietet jetzt in den beiden Obergeschossen Stil- oder Epochenräume und im Erdgeschoss Veranstaltungsräume.

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Kulturelle Veranstaltungen in der Villa

Folgende kulturelle Veranstaltungsreihen sind in der Historischen Villa Metzler beheimatet:

Literatur:
In Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Frankfurt wurde die literarische Reihe „Frankfurter Premieren“ gegründet. Durch die unentgeltliche zur Verfügung Stellung der Salonräume an bis zu 12 Abenden pro Jahr leistet die Gesellschaft einen kontinuierlichen und nachhaltigen Beitrag zur Förderung der Literaturszene dieser Region. Für die inhaltliche Ausgestaltung ist das Literaturreferat der Stadt Frankfurt verantwortlich. Für die Bereitstellung der Räumlichkeiten bemüht sich die Historische Villa Metzler gGmbH um Sponsoren und Förderer.

Musik und musikalischer Nachwuchs:
Epochenklänge
In Kooperation mit Dr. Hoch´s Konservatorium widmet sich der Kunstgewerbeverein musikalisch den verschiedenen Epochen, die in den sog. Stilräumen der Villa (1. und 2. OG) dargestellt werden. Mit dem Konzert-Format "Epochenklänge" erhalten Studierende und Schüler des Konservatoriums die Möglichkeit, in einem außergewöhnlichen Ambiente aufzutreten. Diese Veranstaltungen sind von besonderem Reiz und werden vom Kunstgewerbeverein in Frankfurt am Main e.V. initiiert.

Herzenssache Cembalo:
Zwei- bis viermal im Jahr wird das Ruckers-Cembalo von 1622, das im ersten Obergeschoss der Villa steht in Kooperation mit dem Kunstgewerbeverein von Diez Eichler (Dr. Hoch's Konservatorium) vorgestellt und bespielt.
 
Kinder:
Märchenvorträge mit Monika Mosburger oder Musikalische Nachmittage für Kinder u.a. mit dem Musikpädagogen der Musikalischen KinderUni Mainz, Prof. Dr. Felix Koch und seinen Studenten oder dem Kinderliedermacher Fredrik Vahle. Diese Veranstaltungen beziehen die Kinder durch Singen, Rhythmusspiele und Bewegung in das Konzertgeschehen mit ein, um ihr eigenes kreatives Potenzial zu entdecken und musikalische Neugierde zu wecken. Die Privatheit der Räumlichkeiten ist ideal dafür geeignet, Nähe zu schaffen und Hemmnisse zu überwinden.
Wir sind immer auf der Suche nach weiteren Kooperationspartnern, um diese Räumlichkeiten mit Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche beleben zu können.


Salongespräche und Veranstaltungen des Kunstgewerbevereins:
Der Kunstgewerbeverein in Frankfurt am Main e.V. hat seine inhaltliche Programmgestaltung seit der Wiedereröffnung der Historischen Villa Metzler um das Format „Der KGV in der Villa“ erweitert. In diesem Zusammenhang sind Salonabende zu verschiedensten Themen der Angewandten Kunst entstanden darunter Podiumsreihen wie beispielsweise „Der Garten als Gegenstand Angewandter Kunst“ oder „Angewandte Kunst im sakralen Raum“ sowie ganz neue Formate wie die Verkaufsausstellung "M.13", ein kleiner Markt mit einer eigenen Edition „M13“.

Anknüpfungsveranstaltungen:

Dialog- bzw. Veranstaltungsreihe, die sich in loser Folge thematisch an die sich wandelnden Ausstellungen des Museums Angewandte Kunst anlehnt, dabei aber inhaltlich das Themengebiet von einem anderen Blickwinkel erfasst oder das Spektrum erweitert.

Wissenschaft im Dialog:
In Kooperation mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist die Reihe „Wissenschaft im Dialog in der Historischen Villa Metzler“ initiiert worden. Zielsetzung dieser seit 2012 stattfindenden öffentlichen Gesprächsreihe ist, den wissenschaftlichen und damit verbundenen intellektuellen Reichtum des Rhein-Main Gebietes in der Stadtgesellschaft bekannter zu machen. Die Dialogpartner halten keinen Fachvortrag, sondern führen im moderierten Gespräch dem Publikum vor Augen, womit sie sich beschäftigen. Die Privatheit der Räume lädt  zum intensiven Gedankenaustausch ein und fördert die Gesprächskultur zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Diese 4mal pro Jahr stattfindende Reihe findet Unterstützung durch die Förderung der FAZIT-Stiftung Gemeinnützige Verlagsgesellschaft mbH sowie der Polytechnischen Gesellschaft e.V.

Transatlantischer Mittwoch:
2010 realisierten das Kulturamt Frankfurt am Main und die Frankfurter Bürgerstiftung in Zusammenarbeit mit dem US-Generalkonsulat Frankfurt und der Berliner American Academy erstmals eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel Transatlantischer Mittwoch im Holzhausenschlösschen. Seither finden die Vorträge und Diskussionen in englischer Sprache als jährliche Reihe statt, seit 2012 in der Historischen Villa Metzler und an der Universität Frankfurt.