17.10.2017

19:00 Uhr, Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Straße 49, Frankfurt am Main

Vortragsreihe Polytechnische Gesellschaft

Banalisierung der Kunst? Das Museum als Bildungsanstalt betrachtet
Vortrag von Prof. Dr. Walter Grasskamp, München
Kooperationsveranstaltung mit dem Kunstgewerbeverein in der Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft

Im Jahr 2015 hat Wolfgang Ullrich in einem Artikel der Zeitung "Die Zeit" der Museumspädagogik die "Banalisierung der Kunst" vorgeworfen - die Übereignung einer traditionsreichen Bildungsinstitution an die Sozialpolitik, bei der klassische Herausforderungen heruntergespielt werden und ein Bildungsgefälle geleugnet statt behoben wird. In welchen Bildungstraditionen steht das Kunstmuseum, und welche sind davon heute noch überzeugend?

Der Vortrag resümiert die vielen sozialen Umadressierungen in der Geschichte des Kunstmuseums und fragt nach der Legitimität musealer Kunstvermittlung zwischen elitärem Bildungsanspruch, Quotendruck und breiter Publikumsansprache. Soll das Kunstmuseum in Zukunft tatsächlich das "kollektive Wohnzimmer der Stadt" sein?

Prof. Dr. Walter Grasskamp ist seit 1975 als Kunstkritiker tätig, 1985 bis 1995 war er Professor für Kunstwissenschaft in Münster und Aachen, 1995 bis 2016 Ordinarius für Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste München. Publikationen über Museumsgeschichte, Kunst im öffentlichen Raum, Theorie der Moderne sowie Konsumkultur und Pop Art, zuletzt „Das Kunstmuseum. Eine erfolgreiche Fehlkonstruktion“.

Dr. Anett Göthe, Mitglied im Vorstand des Kunstgewerbevereins, begrüßt und leitet anschließend in einem Gespräch mit Professor Grasskamp zu Publikumsfragen über.

Achtung! Da das Museum Angewandte Kunst im Oktober wegen des Aufbaus der Jil Sander-Ausstellung geschlossen ist, findet dieser Vortrag ausnahmsweise in der Frankfurter Sparkasse statt!

Öffentlich und ohne Anmeldung. Eintritt frei.


Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse

Neue Mainzer Str. 49, 60311 Frankfurt am Main, Deutschland